Auf einem Remote Desktop den “richtigen” Drucker zu verbinden, kann ganz schön spannend sein

In einem Remote Desktop den richtigen physikalischen Drucker am Arbeitsplatz zu verbinden, kann manchmal spannend sein, besonders, wenn man öfters den Arbeitsplatz wechselt.

Situation:

In heutigen Umgebungen wechseln Anwender während eines Arbeitstages häufig den physikalischen Arbeitsplatz. Werden zum Arbeiten virtuelle Remote Desktops eingesetzt, kann die Anbindung des physikalischen Druckers, der direkt am Endgerät oder in der Nähe steht, teilweise eine große technische administrative Herausforderung darstellen.

Workaround:

Viele Administratoren konfigurieren eine Benutzergruppe im ActiveDirectory und weisen dieser Gruppe die erforderlichen Drucker zu. Woher weiß aber die Gruppe, an welchem Ort sich der Anwender gerade befindet? Und was passiert, wenn der Anwender seine bestehende Remote-Sitzung von einem anderen Standort verbindet (Stichwort: Roaming User)?

Lösung:

Eine einfache und günstige Lösung hierzu stellt der ThirdParty-Hersteller deviceTrust zur Verfügung, indem beim Anmelden oder Wiederverbinden einer Remote-Sitzung der Kontext des Anwenders ermittelt wird. Ein Kontext kann beispielsweise die Zuordnung einer Raumnummer zu einem Endgerät darstellen oder der Name eines WLANs. Mit Hilfe dieses Kontexts erkennt die Software, wo sich das Endgerät befindet und kann dann unabhängig vom angemeldeten Benutzernamen den passenden Drucker verbinden, der in der Nähe steht.

Technischer Hintergrund:

Eine Host-Komponente auf dem Remote Desktop kommuniziert hierzu mit einer Client-Komponente am Endgerät und fragt bei der Anmeldung oder beim Wiederverbinden den aktuellen Kontext ab. Neben Windows- und Mac-Endgeräten können auch ThinClients verwendet werden. Die Konfiguration erfolgt ausschließlich über Microsoft Gruppenrichtlinien, man benötigt daher keinen separaten Management-Server.

 

Abbildung in Anlehunung an https://devicetrust.de/

Neben der Druckerkonfiguration lassen sich mit deviceTrust auch andere UseCases abbilden, so kann beispielsweise der Zugriff auf einen Remote Desktop gesperrt werden, wenn der Anwender einen nicht registrierten USB-Stick am Endgerät verwendet. Denkbar sind auch Konfigurationsanpassungen innerhalb des Remote Desktops, dass in einem Meeting Raum der Bildschirmschoner nicht aktiviert ist.

Mit deviceTrust wird den Administratoren die Arbeit erleichtert bei der Zuweisung der Drucker innerhalb eines Remote Desktops, wenn eine Konfiguration unabhängig vom Benutzernamen erforderlich ist.

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