Virtuelle Arbeitsplatzumgebungen: Realtime Troubleshooting, Administration und Automatisierung

Viele Unternehmen haben eine organisationsweite Strategie zum „Arbeitsplatz der Zukunft“ entwickelt, um ihren Mitarbeitern von jedem beliebigen Ort aus an jedem beliebigen Gerät das Arbeiten zu ermöglichen. Um dies abzubilden, setzen Unternehmen häufig auf einen Infrastrukturansatz. Bei diesem erfolgen die Anwendungen und die Verarbeitung der Daten nicht auf dem Endgerät, sondern zentralisiert über einen virtuellen Desktop oder virtuelle Applikationen. Hierdurch verhält sich die End-User-Computing (EUC)-Plattform aus Sicht des Anwenders immer gleich und ist von beliebigen Endgeräten aus über beliebige Anbindungen zugänglich. 

Dieser Ansatz – die Desktop-Virtualisierung – bringt enorme Mobilität, Flexibilität und einen signifikanten Sicherheitszuwachs mit sich. Allerdings sind mit dieser Technologie auch Herausforderungen im Umgang mit der Hardware für die Virtualisierung des Arbeitsplatzes verbunden, welche zentral im Datacenter bereitgestellt wird.

Die Relevanz von permanenter Analyse und Realtime Troubleshooting

Durch die stetige Veränderung des virtuellen Desktops, zum Beispiel auf Basis von Windows 10, ist ein definiertes Konzept des Hardware-Layers nicht von Bestand. Entsprechend sollte der Hardware-Layer für die Umgebung der virtuellen Desktops permanent überprüft werden. Gegebene Changes im Betrieb, wie z. B. Updates, Patches, neue Applikationen oder neuer Workload aufgrund von wachsender Mitarbeiteranzahl, müssen im Zusammenhang mit der Hardware auf mögliche Folgen analysiert und bewertet werden. Eine definierte Change-Impact-Analyse in einer End-User-Computing-Umgebung ist ebenso wichtig wie die Möglichkeit eines einfachen Realtime Troubleshootings, um auftretende Probleme leicht zu identifizieren und zu lösen.

Administrative Erleichterung und Automatisierung mit dem richtigen Tool

Um virtuelle Desktop-Umgebungen kontinuierlich zu überwachen und im Notfall sofort Maßnahmen zur Fehlerbehebung einzuleiten, braucht es ein geeignetes Tool. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang die Monitoring-Plattform ControlUp.

Die Realtime-Monitoring-Plattform ControlUp

Neben dem Monitoring, welches in Echtzeit den gesamten virtuellen Arbeitsplatz in seinen Einzelteilen betrachtet und die User Experience bewertet, bietet die ControlUp-Konsole eine Administrationsoberfläche mit vielen funktionalen Möglichkeiten.

Die Identifikation von Engpässen und schnelle Fehlerbehebung ist durch ein übersichtliches und selbsterklärendes „Drill down“-Menü sehr einfach möglich. Darüber hinaus steht innerhalb der Administrationsoberfläche eine Vielzahl von Skripten zur Nutzung zu Verfügung, um beispielsweise Login-Zeiten auszuwerten oder eine Übersicht der verwendeten Gruppenrichtlinien zu erhalten.

Abb. 1: Real-Time Monitoring

Administrationstätigkeiten, die einen täglichen Aufwand und/oder eine Herausforderung darstellen, können über die „ControlUp Automation“ im Sinne der Zeitersparnis nicht nur einfacher, sondern auch ganzheitlich abgebildet werden. Die Automatisierung kann zudem auf Basis von Triggern bestimmte Fehler automatisch korrigieren, Aktionen wie z. B. Systemneustarts bei Problemen durchführen oder einfach nur morgendlich prüfen, ob alle Ressourcen uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

Das ControlUp Frontend „Solve“

Solve ist das neue moderne Web-Frontend von ControlUp und bietet dem Kunden ein Bindeglied zwischen dem Realtime Monitoring der End-User-Computing-Umgebung (bezogen auf die User Experience), der Troubleshooting-Plattform und der Trendanalyse. Ein Administrator sieht auf den ersten Blick den Zustand der Umgebung, bekommt die Abhängigkeiten übersichtlich dargestellt und kann dadurch leichter einen Fehler erkennen und diesen zusätzlich beheben. Die Konsole bietet eine ganzheitliche Übersicht und eine intuitive Integration zum Troubleshooting. Die Flut an Daten und Entitäten wird hier kanalisiert. Damit gibt sie auch Mitarbeitern, die nicht direkt mit allen Schnittstellen vertraut sind, die Möglichkeiten, Help-Desk-Arbeiten zu verrichten. Arbeitsschritte und Workflows werden hierdurch sehr viel einfacher gestaltet.

Abb. 2: Real-Time Monitoring

Exemplarische Use Cases für den Einsatz von ControlUp

Administrative Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Freigabe von Speicherplatz in Windows VMs können per vorgefertigtem Skript und einem gesetzten Trigger, auch ‚Skript Action‘ genannt, automatisiert werden. Zu weiteren automatisierbaren, administrativen Handlungen zählen das Entfernen von vergessenen VMware vSphere Snapshots, die Überprüfung der registrierten VMs in der VDI-Bereitstellung oder das Auflösen von vergessenen VMs, welche sich noch im Wartungsmodus befinden.

So kann die Überprüfung der Microsoft Teams-Optimierung in einer Benutzersession mittels Skript Action über die Konsole ausgeführt werden. Bei nicht optimierter Teams-Nutzung wird der Benutzer automatisch darüber informiert. Dies mildert das Supportaufkommen und sorgt dafür, dass den Administratoren mehr Zeit für andere Aufgaben zur Verfügung steht.

Auch die Verbesserung der User Experience im virtuellen Desktop ist durch automatisiertes Performance Tuning möglich. Lastet ein Prozess in einer Benutzersession die CPU innerhalb der virtuellen Maschine aus, wird automatisch ein Skript gestartet, welches die Prozess-Priorität herabsetzt und anderen Prozessen wieder Anteile von der CPU zur Verfügung stellt.

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ControlUp Automation: Zum Video

 

Fehlerzustände, wie zum Beispiel die Situation, dass eine Applikation nicht mehr reagiert, werden erkannt und automatisiert durch Beenden des Prozesses behoben. Ob eine Meldung an den Benutzer oder aber an verknüpfte Service-Management-Produkte gesendet werden soll, kann als Workflow definiert werden. Solche Automatisierungen verringern den administrativen Aufwand im Support und können leicht abgebildet werden.

Abb. 3: Script Actions

Eine automatisierte Verfügbarkeitsprüfung über das ControlUp-Produkt Scoutbees ermöglicht mit einem zusätzlichen Realtime –Reporting einen dauerhaften Verfügbarkeits- und Qualitätstest. In einfachen Worten zusammengefasst findet eine selbstdefinierte Benutzeranmeldung statt, welche zum Beispiel einen Browser und eine Webseite öffnet. Der Workflow kann nach Belieben definiert und die Ergebnisse im Reporting festgehalten werden. Ein Echtzeitalarm löst dann bei Abweichungen von den definierten KPIs (Key Perfomance Indicators) aus. Ein KPI kann in diesem Fall beispielsweise eine Benutzeranmeldung mit einem Dummy-User sein, der eine Website aufruft. Die gesamte Zeit für den Prozess – von der Anmeldung bis zum Aufrufen der Website – wird erfasst und dokumentiert.

Abb. 4: Alerting & Notifications

Unterstützung des digitalen Arbeitsplatzes

Die ControlUp-Lösung und ist daher für eine Vielzahl von Kunden geeignet, die eine End-User-Umgebung mit virtuellen Desktops und Applikationen im Einsatz haben. Die Installation ist in der Regel in wenigen Stunden abgeschlossen, unabhängig davon, ob ControlUp als Cloud-Lösung aus einem deutschen Rechenzentrum bezogen wurde oder lokal implementiert wird. Für die Anwendungsbereiche Realtime Monitoring, Trendanalyse und Administrationsnutzung kann das Produkt nach der Installation direkt zur Konsumierung freigegeben werden. Die Aufnahme der IT-Prozesse und Tätigkeiten zur Automatisierung ist jedoch in vielen Unternehmen noch zu definieren, kann jedoch danach direkt, einfach und schnell in ControlUp integriert werden.

 

Quellen:

Abb. 1: https://www.controlup.com/products/controlup/monitoring/
Abb. 2: https://www.controlup.com/products/controlup/monitoring/
Abb. 3: https://www.controlup.com/products/controlup/monitoring/
Abb. 4: https://www.controlup.com/products/scoutbees/