R.I.P. VDI? Keineswegs!

In der schnelllebigen Geschäftswelt von heute ist Flexibilität nicht nur ein Vorteil, sondern eine absolute Notwendigkeit. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre IT-Infrastruktur so zu gestalten, dass sie den ständig wechselnden Anforderungen gerecht wird, ohne dabei Sicherheit und Effizienz zu kompromittieren. In Zeiten, in denen die Mobilität der Mitarbeitenden immer mehr in den Vordergrund rückt und Unternehmen erkennen, dass ihre bestehende IT-Architektur diesen neuen Anforderungen nicht gewachsen ist, gewinnt eine Lösung wieder zunehmend an Bedeutung: die zentrale Desktop-Virtualisierung (VDI) in Verbindung mit der Bereitstellung von Remote Services.

Diese Technologien bieten vielversprechende Ansätze, um Flexibilität und Effizienz zu steigern, doch ihre Implementierung wirft wichtige Fragen auf:

  • Wann ist der Einsatz dieser Technologien sinnvoll?
  • Wann sollten sie eher als ergänzende Services betrachtet werden?

Dieser Blogartikel beleuchtet die Schlüsselfaktoren, die Unternehmen bei der Entscheidung für oder gegen die Einführung von VDI und Remote Services berücksichtigen sollten, und bietet Einblicke in die Best Practices einer erfolgreichen Integration in die bestehende IT-Landschaft.

Die Technologien hinter der Flexibilität

Mit Technologien wie VDI oder Terminaldiensten lässt sich der gesamte Desktop eines Benutzers zentral und virtuell bereitstellen. Die Wahl des Betriebssystems spielt dabei eine entscheidende Rolle. Während Microsoft Server-Betriebssysteme für Multi-User-Umgebungen konzipiert sind, konzentrieren sich Windows 10/11-Systeme traditionell auf einzelne Benutzer. Dank Fortschritten in der Microsoft-Cloud-Technologie, insbesondere durch Microsoft Azure-Dienste, können nun auch Windows 10/11-Betriebssysteme in Multi-User-Umgebungen eingesetzt werden. Dies bietet Unternehmen eine flexible und skalierbare Lösung – ein Alleinstellungsmerkmal, das ausschließlich über Microsoft Azure-Dienste verfügbar ist.

Vorteile der zentralen Desktop-Virtualisierung

Ein wesentlicher Vorteil von VDI ist die Skalierbarkeit. Die Betriebsaufwände bleiben dank fortschrittlicher Master-Image-Provisioning-Technologien nahezu gleich, unabhängig davon, ob ein Unternehmen 100 oder 10.000 Arbeitsplätze benötigt. Ein kompaktes Team kann zentral alle Wartungsarbeiten der Infrastruktur und der Arbeitsplatzsysteme übernehmen. Dies bedeutet eine erhebliche Effizienzsteigerung im Vergleich zu einem dezentralen Ansatz.

Einsatzgebiete von VDI

Office und Collaboration

Für Unternehmen mit einem hohen Anteil an Office-Nutzern bietet die zentrale Bereitstellung von Arbeitsplätzen erhebliche Vorteile in Bezug auf die Vereinfachung der IT-Administration. Standardisierte Arbeitsumgebungen lassen sich effizient verwalten und aktualisieren, was zu signifikanten Zeit- und Ressourceneinsparungen führt.

  • Das Vorurteil, virtuelle Arbeitsplätze könnten moderne Collaboration-Technologien nicht effektiv unterstützen, ist nicht haltbar. Probleme in diesem Bereich resultieren oft aus einer nicht fachgerechten Implementierung oder dem Einsatz veralteter Softwareversionen. Eine korrekte Einrichtung und Wartung der Systeme ist entscheidend für die erfolgreiche Integration moderner Collaboration-Tools in virtuelle Arbeitsumgebungen.

Sicherheit und Datenkontrolle

Ein Unternehmen, das seine Daten, Informationen und Anwendungen ausschließlich innerhalb seines eigenen Hub-und-Spoke-Netzwerks speichern und darauf zugreifen möchte, legt seinen Fokus strategisch auf die Sicherheit dieses Netzwerks. Durch die Konzentration auf eine solche Netzwerkarchitektur können Unternehmen von einer erheblich verbesserten Sicherheit profitieren, die durch zentrale Virtualisierungslösungen ermöglicht wird.

  • Diese Strategie ermöglicht den sicheren Zugriff von externen Mitarbeitenden auf die benötigten Unternehmensressourcen, ohne dass sensible Daten das geschützte Unternehmensnetzwerk verlassen. Die zentrale Verwaltung und Virtualisierung der IT-Infrastruktur stellt sicher, dass alle Daten und Anwendungen in einer kontrollierten und sicheren Umgebung bleiben, was das Risiko von Datenlecks und Sicherheitsverletzungen minimiert.

Mobiles und ortsunabhängiges Arbeiten

Ein Unternehmen, das ein Konzept für mobiles und ortsunabhängiges Arbeiten verfolgt – möglicherweise auch nur teilweise –, steht vor besonderen Herausforderungen. Dieser Fall tritt insbesondere dann ein, wenn bestimmte Anwendungen nicht effizient über eine WAN-Verbindung betrieben werden können. Dies kann auf höhere Latenzen zurückzuführen sein, die die Funktionsfähigkeit oder Geschwindigkeit der Anwendungen beeinträchtigen. Zudem gibt es Applikationen, die sich nicht für eine Paketierung eignen oder deren Paketierung zu zeitintensiv wäre. In solchen Fällen bietet der Einsatz von Remote Services eine effektive Lösung.

  • Remote Services ermöglichen es, spezifische Anwendungen nahtlos als Remote-Apps bereitzustellen und so den Mitarbeitenden an dezentralen Arbeitsplätzen zur Verfügung zu stellen. Diese Technologie kann entscheidend dazu beitragen, die Zugänglichkeit und Leistungsfähigkeit von Anwendungen zu verbessern, ohne dass die Mitarbeitenden physisch vor Ort sein müssen.

Sicherer Zugriff für externe Mitarbeitende

Durch die Bereitstellung eines virtuellen Arbeitsplatzes, der in der sicheren Umgebung des Unternehmens gehostet wird, können externe Mitarbeitende auf die notwendigen Tools und Daten zugreifen, als wären sie vor Ort. Dies minimiert das Risiko von Datenlecks und Sicherheitsverletzungen, da alle Aktivitäten innerhalb der geschützten Infrastruktur des Unternehmens stattfinden.

  • Auch externe Mitarbeitende, die nicht über firmeneigene Geräte verfügen, können durch die Nutzung eines zentralen virtuellen Desktops sicher auf Unternehmensressourcen zugreifen. Diese Strategie erhöht die Sicherheit erheblich, da Informationen und Daten das Unternehmensnetzwerk nicht verlassen.

Spezialisierte Arbeitsplätze

In Bereichen mit spezifischen Anforderungen, wie sie beispielsweise bei Softwareentwicklern oder CAD-Nutzern vorkommen, stellen spezialisierte virtuelle Desktops eine ideale Lösung dar. Sie ermöglichen eine klare Trennung von Berechtigungen und bieten gleichzeitig den Zugang zu leistungsstarken Ressourcen. Dadurch wird eine effiziente und sichere Arbeitsumgebung geschaffen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer für das Business zugeschnitten ist.

Schlussfolgerung

Die Entscheidung für Desktop-Virtualisierung oder Remote Services hängt von den spezifischen Anforderungen eines Unternehmens ab. Wichtig ist, dass die gewählte Lösung die notwendige Flexibilität, Sicherheit und Skalierbarkeit bietet, um in der heutigen dynamischen Geschäftswelt erfolgreich zu sein. Letztendlich ist entscheidend, welche Applikationen eingesetzt werden und inwiefern die Art der Applikation den Einsatz eines Remote Services erforderlich macht.