RedHat Openshift & Nutanix AHV – SVA Style

Nutanix, RedHat Openshift & Nutanix AHV – SVA Style

Als Red Hat Premium Partner sowie Nutanix Reseller Champion Partner begrüßt SVA die am 29. Juli 2021 geschlossene Partnerschaft unserer Fokuspartner. Die dafür erstellte Pressemitteilung nahmen wir zum Anlass, uns mit der automatisierten Installation von OpenShift auf Nutanix zu befassen. 

 

Nutanix, RedHat Openshift & Nutanix AHV – SVA Style
Abb. 1: Redhat Openshift auf Nutanix AHV
Quelle: Nutanix Blog

Ausgangslage

Viele SVA Kunden1 setzen in ihren DataCentern bereits auf die hyperkonvergente Nutanix Webscale Architektur, oftmals mit dem kostenneutralen Nutanix Acropolis Hypervisor AHV. Als größter Nutanix Reseller Champion Partner in EMEA betreut SVA alle Kundegruppen gleichermaßen: Von Klein- bis Mittelstandskunden oder natürlich auch Enterprise-Kunden mit mehr als 500 Nodes – wir haben alles im Programm!

Gerade bei den Enterprise-Kunden trifft man früher oder später auf große RedHat Installationen, diese Kundengruppe legt besonderen Wert auf eine stabile und supportete Linux Distribution → immer mit Enterprise Support.

Wenn dann Container ins Spiel kommen, setzen viele unserer Kunden auf die RedHat Openshift Container Plattform (OCP), faktisch der Enterprise Standard in diesem Segment.

Da schmerzte es über die letzten Jahre besonders das RedHat den Nutanix Acropolis Hypervisor AHV nicht als offiziell zertifizierten Hypervisor unterstützte, obwohl Acropolis ja wie RedHat Virtualization (RHV) als Unterbau ebenfalls auf KVM (Kernel Virtual Maschine) setzt. Aus technischer Sicht gab es also kein echtes Problem, RedHat Enterprise Linux RHEL als auch die RedHat Openshift Container Plattform OCP liefen ohne Probleme aber eben nicht offiziell von RedHat unterstützt.

Beide Player haben ihre Kunden nun erhört – mit der am 29. Juli 2021 verkündeten Partnerschaft von Nutanix und RedHat gibt es keinerlei Support-Einschränkungen mehr \o/

Das haben sich unsere Expert:innen zum Anlass genommen, die Setup-Möglichkeiten von Openshift auf Nutanix Acropolis Hypervisor AHV   genauer unter die Lupe zu nehmen. Schnell stellte sich heraus das die “manuelle” Installation nicht die Erwartungen unserer Kunden erfüllt, im Lastenheft steht ein automatisiertes und wiederholbares Setup ohne zusätzliche 3rd-Party Tools → Genau hier kommt dann die SVA mit ihrer jahrelangen Expertise in Enterprise-Umfeld ins Spiel

Den Überblick verschaffen

Wer schnell mit OpenShift starten möchte, greift üblicherweise auf die IPI (installer-provisioned infrastructure) Installationsvariante zurück. Schnell ist der Punkt erreicht, an welchem Anpassungen wie beispielsweise das Ändern von Hostnamen am Cluster benötigt oder gewünscht werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Auswahl der Installationsvariante ist die vorhandene Infastruktur. Faktoren wie DHCP, DNS sowie der Zugriff auf das Internet spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Installationsvariante und der dafür eingesetzten Installationsmedien. Nicht selten raten wir unseren Kunden im On-Prem Umfeld dazu, von Beginn an auf die UPI (user-provisioned infrastructure) Installationsvariante zu setzen und diese entsprechend den Gegebenheiten im Rechenzentrum entsprechend anzupassen.

Es wird hierbei geraten, die Installation von Beginn an auf die UPI (user-provisioned infrastructure) Installationsvariante zu setzen.

Anforderungen

Bevor es mit der Installation losgehen kann, benötigt es einer Vorarbeit. Bei allen OpenShift Installationsvarianten, ungeachtet der Plattform, müssen die DNS-Einträge im Vorfeld gesetzt werden.

Zur Installation von OpenShift verwenden wir ein Linux System, den sogenannten Helpernode. Auf diesem System wird die für die CoreOS ISO Datei neu erstellt. Diese wiederum wird zur Erstellung der virtuellen Maschinen am Nutanix AHV verwendet. Zur Bereitstellung der sogenannten Ignition Files wurde auf dem Helpernode ein NGINX Websever in einem Container gestartet. Für unser Labor Setup wurde ein Loadbalancer, ebenfalls in Form eines Containers, auf dem System bereitgestellt. Die für eine erfolgreiche Clusterinstallation nötigen Anforderungen, die Bereitstellung der VMs sowie die eigentliche OpenShift Installation haben wir ein einem einzigen Script verpackt, welches auf dem Helpernode ausgeführt wird.

Die Nutanix Plattform an sich kann über verschiedenste Wege genutzt und angesprochen werden. Neben der Restfull API, dem Powershell Modul und der nCLI ist es ebenfalls möglich, direkt via SSH-Verbindung mit der Acropolis CLI aCLI zu arbeiten.

Es wurde sich für die zweite Variante entschieden, da unsere Automatisierung komplett via bash gescriptet ist. Außerdem sollen -wenn möglich- keine (kostenpflichtigen) 3rd-Party-Tools oder properitären Tools genutzt werden.

OpenShift Installationsverlauf

Unabhängig der gewählten Installationsvariante (IPI oder UPI) ist der Installationsverlauf identisch. Die für die Installation benötigten Werte werden in der install-config.yaml Datei abgelegt und im weiteren Installationsverlauf verwendet.

Nutanix, RedHat Openshift & Nutanix AHV – SVA Style

Abb. 2: RedHat Openshift Setup

Basierend auf der erstellten install-config.yaml Datei startet der Installationsprozess von OpenShift. Der Bootstrap Node wird während der Erstinstallation benötigt, um die OpenShift Control Plane zu installieren. Ist die Control Plane einsatzbereit, werden die Compute Nodes installiert, welche später die eigentliche Workload verarbeiten. Nach erfolgreicher Clusterinstallation wird der Bootstrap Node nicht weiter benötigt.

Nutanix, RedHat Openshift & Nutanix AHV – SVA Style

Abb. 3: Redhat Openshift Bootstrap Workflow

Automatisierte Installation

Um die OpenShift Installation in unserem Labor automatisiert durchzuführen, wurden folgende Schritte automatisiert:

  • Cluster Tools installieren
  • Image Server installieren
  • Ignition Server installieren
  • LoadBalancer installieren
  • CoreOS ISO Image bauen
  • Nutanix: Customized CoreOS Image bereitstellen
  • OCP SSH Key erstellen
  • install-config.yaml erstellen
  • Manifests erzeugen
  • Ignition Files erstellen
  • Nutanix: OCP Nodes erstellen
  • Nutanix: CSI Treiber Installieren

Setup Demo-Video

Video 1: OpenShift @AHV – SVA

Fazit

Nachdem die Nutanix spezifischen Hürden, wie beispielsweise die Änderung der Bootorder, gemeistert wurden, lief die Installation von OpenShift auf AHV flüssig nach bekannter Manier durch. Ein kleiner Rückschritt wurde allerdings bei der Bereitstellung des LoadBalancers gemacht. Der in OpenShift integrierte hochverfügbare HA-Proxy musste durch eine manuelle Installation, wie man von OpenShift < 4.5 kennen, realisiert werden.

Mangels fehlender Nutanix Integration in OpenShift ist es bisher noch nicht möglich, weitere Compute Nodes automatisch zu skalieren. Wie bereits von Nutanix angekündigt, wird an der Integration bereits gearbeitet. Wir freuen uns auf die kommenden Releases und werden das Thema OpenShift auf Nutanix AHV weiter mit Spannung verfolgen.

Bis dahin haben wir als SVA für unsere Kunden bereits eine Lösung am Start welche wir voll supporten können, dazu nutzen wir die in den Produkten vorgesehenen Mechanismen und müssen keine Änderung an den Produkten Openshift oder Nutanix AHV durchführen. Somit ist der Hersteller-Support zu 100% gewährleistet und wir sind in jedem Fall Upgrade fähig.

https://cloud.redhat.com/blog/deployment-guide-for-openshift-on-nutanix-aos-ahv

https://www.nutanix.com/de/press-releases/2021/strategische-partnerschaft-red-hat

Quelle: Abb 1+2: https://docs.openshift.com/container-platform/4.8/architecture/architecture-installation.html

1Mit ”Kunde” sind in diesem Beitrag keine privaten Personen, sondern rechtliche Personen bzw. Unternehmen gemeint.

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