In unserem letzten Mainframe-Blogartikel haben wir uns damit beschäftigt, wie mit z/INSIGHT das LPAR-Management optimiert werden kann. Dabei haben wir uns insbesondere die Beurteilung der Versorgung eines z/OS mit CPU-Ressourcen durch das PR/SM angesehen. Aber schon einen Schritt vorher bei der Planung der LPAR-Gewichte stellt sich eine wichtige Frage: Was ist die richtige Workload LSPR für meine z/OS LPARs?
Was ist die Large System Performance Reference (LSPR)?
Die Large System Performance Reference spiegelt die Einschätzung hinsichtlich der relativen Prozessorkapazität in einer uneingeschränkten Umgebung für die in den Tabellen angegebenen spezifischen Benchmark-Workloads und Betriebssystemen wider.
Die Kennzahlen basieren auf IBM-Messungen und Analysen, die die Kapazität eines Prozessors unter idealisierten Bedingungen darstellen.
ITR und ETR: Die wichtigsten Kennzahlen verstehen
- Internal Throughput Rate (ITR)
- misst die Menge an Arbeit, die ein Prozessor innerhalb eines bestimmten Workloads erledigen kann
- ist die zentrale Metrik der LSPR-Methode
- External Throughput Rate (ETR)
- bewertet die Systemkapazität unter Berücksichtigung aller Ressourcen, inklusive der Speicher, Kanäle, Steuergeräte und I/O-Geräte
- ist vor allem für die Vergleichbarkeit ganzer Systeme relevant
Allerdings können zahlreiche Faktoren zu Abweichungen zwischen den angegebenen Referenzwerten und den tatsächlichen Systemumgebungen führen. Die zwei wichtigsten sind:
- CPU-Intensität der Workloads
- I/O-Charakteristika einer Workload
Eine falsche Annahme kann jedoch zu einer Fehlkalkulation bei der Abschätzung der LPAR-Gewichte führen.
Die Herausforderung bei der LPAR-Gewichtung
Um die Kalkulation der CPU-Einstellungen durchzuführen, kann das LPAR-Design Tool verwendet werden. Anhand der unteren Abbildung sieht man, dass das Tool die LSPR-Ratio als Eingabe benötigt. Die allermeisten Unternehmen bestimmen die LPAR-Gewichte mit einer intuitiven Abschätzung. Ob diese korrekt ist, wird oft nicht weiter verifiziert. Zudem kann eine solche intuitive Abschätzung, sofern diese manuell durchgeführt wird, mehrere Tage andauern. Die Abweichung von der Realität ist nicht zu vernachlässigen: Workloads können entweder sehr CPU- oder I/O lastig sein, demnach jeden Zustand dazwischen einnehmen. Dies hat bei einer falschen Abschätzung folglich einen negativen Effekt auf die Effizienz der Prozessor-Cache-Nutzung. Doch wie kann diese Herausforderung umgegangen werden?

Ein Klick zur richtigen Workload-LSPR mit z/INSIGHT
Genau hier setzt z/INSIGHT ein, der softwarebasierte Service für Mainframe-Optimierung von SVA. Statt auf Schätzungen oder Erfahrungswerte angewiesen zu sein, können Mainframe-Verantwortliche die tatsächliche Workload ihrer Umgebung analysieren und die passende Workload-LSPR deutlich einfacher ermitteln.
Mit nur wenigen Klicks liefert z/INSIGHT die Informationen, die für eine fundierte Bewertung erforderlich sind. Auf Basis realer Betriebsdaten lässt sich schnell erkennen, welcher LSPR-Wert für die betrachtete LPAR am besten geeignet ist. Zur besseren Übersicht beschränken wir uns in diesem Beispiel auf einen Tag. Für belastbare und korrekte Ergebnisse empfiehlt es sich jedoch, mehrere Tage oder Wochen auszuwerten. Zusätzliche Detailinformationen lassen sich über das Reinzoomen mittels der Regler rechts und unten einsehen.
Das Ergebnis: Für die betrachtete LPAR kann der passende Average High Wert ermittelt werden. Dieser ist deutlich fundierter als reine Schätzungen und entspricht nachfolgend dem Wert, welcher im LPAR-Design-Tool eingesetzt wird.

Ergänzend bietet die folgende CPU-Ansicht in z/INSIGHT detailliertere Einblicke. Diese ermöglichen eine zusätzliche Validierung der Analyseergebnisse:

Mehr Transparenz für fundierte Mainframe-Entscheidungen
Die Auswahl der passenden Workload-LSPR ist oft mit erheblichem Aufwand und Risiko verbunden. Häufig basiert sie auf Erfahrungswerten oder intuitiven Einschätzungen, die nicht immer die tatsächliche Workload widerspiegeln. Gleichzeitig kann die Abschätzung mehrere Tage in Anspruch nehmen. Mit z/INSIGHT lässt sich die optimale Workload-LSPR hingegen auf Knopfdruck ermitteln – schnell, präzise und datenbasiert. Dadurch entsteht mehr Transparenz über die Systemumgebung, während Unsicherheiten bei der Bewertung zukünftiger Kapazitätsanforderungen sinken.
Erfahren Sie mehr über z/INSIGHT und wie Sie Ihre Mainframe-Umgebung datenbasiert optimieren können: z/INSIGHT: Softwarebasierter Service für Mainframe-Optimierung | sva.de